Kann ich wirklich sicher sein?


Vielleicht hast Du das Erlösungsangebot Gottes gehört. Du hast erkannt, dass Du Befreiung von Sünde und Schuld benötigst und dass dies nur über den Glauben an einen gestorbenen und auferstandenen Jesus möglich ist. Du hast dem Herrn Jesus Deine Sünden bekannt und um Vergebung Deiner Sünden gebeten und ihn somit als Retter angenommen. Du bist überglücklich.

 

Doch dann kommen die Zweifel...

Vielleicht weil Du wieder gesündigt hast. Vielleicht, weil in Deiner Umgebung sonst niemand an den Herrn Jesus glaubt.

Du fragst Dich: Komme ich auch wirklich in den Himmel? Wie kann ich sicher sein, dass Gott mich nicht doch verdammt? Vielleicht habe ich ja bei meiner Bekehrung, meiner Entscheidung an Jesus zu glauben, etwas nicht richtig gemacht?

Mit diesen Zweifeln bist Du nicht allein. Vielen gläubigen Christen geht es von Zeit zu Zeit so.

Lass Dich motivieren: Das Heil ist Dir sicher. Was Dir fehlt ist die Heilsgewissheit.

Gibt es denn eine Garantie?

Ja! Die Garantie ist Gott selbst. Sein Wort, die Bibel, in der die Zusagen Gottes stehen, enthält diese unauflösliche Zusage. Und Gott kann nicht lügen! (Hebräer 6,18, 4 Mo 23,19).

Daher zitieren wir einige Verse aus der Bibel. Diese beweisen unzweifelhaft, dass die, die Jesus Christus einmal als Ihren persönlichen Retter angenommen haben, nie wieder verloren gehen können und eine ewige Errettung sicher haben. Das sichert Gott Dir zu!

Gottes Wort gibt die Garantie

„Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.“  (Johannes 5,24)

 

„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. … Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“  (Johannes 3, 16 + 18)

 

„Von denen, die du mir gegeben hast, habe ich keinen verloren.“  (Der Sohn Jesus Christus im Gebet zu Gott dem Vater in Johannes 18,9)

 

„Jesus spricht: Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“  (Johannes 10,27-28)

 

„Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“  (Römer 5,1)

 

„Einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, indem wir rufen: Abba, Vater! Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“  (Römer 8,15-16)

 

„Denn mit einem Opfer hat er auf immerdar vollkommen gemacht, die geheiligt werden.“  (Hebräer 10,14)

Zwei hilfreiche Beispiele - Die Vater-Kind Beziehung

„So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“  (Johannes 1,12)

„Seht, welche Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es… Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes.“  (1. Johannes 3,1-2)

 

Ein Vater hatte seinem Sohn verboten auf dem frisch eingesäten Rasen hinter dem Haus Fußball zu spielen. Kaum war der Vater aus dem Haus, nahm der Sohn seinen Ball und rannte auf die verbotene Grünfläche. Den ganzen Nachmittag spielte er dort Fußball.

Der Abend kam und erschrocken stellte er fest, dass der Rasen zerstört und der Garten in einem unmöglichen Zustand war. Voller Angst ging der Sohn zurück ins Haus.

Am Abend saß die Familie zusammen am Tisch. Mit gesenktem Blick schlich der Sohn in das Esszimmer. Der Vater saß bereits dort. Schweigend nahmen sie die Mahlzeit ein. Der Sohn wagte nicht den Vater anzusehen.

Plötzlich brach es aus dem Sohn heraus: „Papa, ich war nicht gehorsam. Ich habe, obwohl du es mir verboten hast, auf dem Rasen gespielt und jetzt ist er kaputt. Bitte vergib mir.“

Gleich darauf lagen sich die beiden in den Armen. Die Sache war bekannt und vergeben. Die Beziehung zwischen den beiden wieder geordnet.

 

Kennst Du so eine Situation? Wenn Du als Kind etwas ausgefressen hattest, war Dein Gewissen belastet. Du hattest keine Ruhe, solange die Sache nicht mit Deinen Eltern in Ordnung gebracht war. Vielleicht mussten Deine Eltern mit Dir schimpfen, vielleicht gab es auch eine Strafe. Dennoch, egal was Du Schlimmes getan hattest, Du bliebst IMMER Kind Deines Vaters. Nichts konnte daran etwas ändern. Auch wenn Dein Gewissen belastet war.

 

So ist es auch mit echten Kinder Gottes. Einmal ein Kind Gottes, immer ein Kind Gottes. Einmal gerettet, für Zeit und Ewigkeit gerettet.

 

Dennoch sind Gottes Gedanken über Sünden unveränderlich. Die Sünde eines Gläubigen ist vor Gott genauso schlimm, wie die eines Ungläubigen. Gott kann auch bei der Sünde eines Gläubigen kein Auge zudrücken.

Aber es gibt einen großen Unterschied:

Wenn wir nach unserer Bekehrung sündigen ist unsere Freude an der Beziehung mit unserem Gott und Vater belastet, aber die Beziehung besteht immer noch. Sünde im Leben eines Kindes Gottes ist wie eine dunkle Wolke, die sich zwischen Gott und Dich schiebt.

Wie bekommen wir diese Wolke weg und bekommen wieder freudigen und unbeschwerten Umgang mit unserem Gott und Vater?

Die Antwort der Bibel: Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit“  (1. Johannes 1,9)

Dazu haben wir immer die Möglichkeit. Es ist nötig, dass wir dies jeden Tag tun. Auch wenn uns vielleicht gar nicht mehr bewusst ist, was wir alles getan oder gedacht haben. Unser Vater weiß es. Er reinigt uns von ALLER Ungerechtigkeit, so dass wir ein Leben als freudige Kinder Gottes haben können.

Zwei hilfreiche Beispiele - Das Passah Lamm

„Und sehe ich das Blut, so werde ich an euch vorübergehen“  (2.Mose 12,13)

In Ägypten gab es einmal eine fürchterliche Nacht. Gott tötete alle Erstgeborenen im Land. (Lies die Geschichte gerne in 2. Mose 11 und 12 nach)

In Ägypten wohnten damals auch Israeliten als ein versklavtes Volk. Gott hatte ihnen dieses schreckliche Gericht angekündigt. Er hatte nicht gesagt, dass er ohne weiteres an ihrem Haus vorbeiziehen wollte. Das Todesurteil galt auch für sie.

Aber Gott gab ein Mittel, wodurch das älteste Kind einer israelitischen Familie nicht zu sterben brauchte.

Ein Lamm musste getötet und sein Blut aufgefangen werden. Dieses Blut sollten die Israeliten an die beiden Pfosten und an die Oberschwelle der Tür jedes Hauses streichen.

„Und das Blut soll euch zum Zeichen sein an den Häusern, worin ihr seid; und sehe ich das Blut, so werde ich an euch vorrübergehen“.   (2. Mose 12,13)

Das hatte Gott versprochen, und deshalb war es die Garantie für die Sicherheit des ältesten Kindes in jedem Haus. Natürlich nur, wenn man tat, was Gott vorgeschrieben hatte. Dieser Tag und das damit verbundene Fest wird in der Bibel Passah genannt. Das Passahlamm selbst ist ein Symbol für den Herrn Jesus und seinen Tod am Kreuz.

Versetzen wir uns nun in die Lage der Israeliten. Gehen wir in Gedanken einmal in zwei verschiedene Häuser israelitischer Familien hinein.

 

Das erste Haus

 

Die Mutter läuft hin und her, immer wieder murmelt sie etwas vor sich her. Der Vater lehnt mit bleichem Gesicht am Fenster und bewegt sich nicht. Der älteste Sohn zittert. Auf seiner Stirn glänzt der Schweiß im Schein des Feuers.

„Was ist hier los?“ fragen wir.

„Gott wird in der Nacht durchs Land gehen, um die ältesten Kinder zu töten“, sagt der Sohn mit gebrochener Stimme „Ich habe Angst, dass er auch in unser Haus kommt. Ach wenn es doch nur schon Tag wäre, dann wüsste ich ob ich verschont bliebe. Ob es geklappt hat…“ Er geht zum Fenster und späht hinaus.

„Ob was geklappt hat?“, fragen wir.

„Gott hat gesagt, wir sollten ein Schaf schlachten und das Blut an die Tür streichen, dann würde er uns verschonen.“

„Und habt ihr das nicht getan?“

„Doch, doch“, sagte der Sohn „Aber vielleicht klappt es nicht. Vielleicht haben wir was falsch gemacht. Nachher ist das Blut nicht dick genug gestrichen worden. Darf ich nochmal draußen nachschauen, Vater?“

„Nein!“ Erschrocken hält der Vater den Sohn am Arm fest „Es ist schon dunkel.“

Der Sohn wischt sich den Schweiß von der Stirn. „Das Einzige was ich also tun kann, ist die lange, schreckliche Nacht wach zu bleiben und das Beste zu hoffen?“

 

Das zweite Haus

 

Im zweiten Haus steht die Familie um den Tisch und isst von dem gebratenen Fleisch des Lammes. Jeder hat einen Stab in der Hand. Die Mutter schaut auf den Sohn und drückt ihn liebevoll an sich.

 

Wir fragen die Familie: „Was macht ihr hier?“

„Wir warten auf den Befehl Gottes, aufzubrechen um die grausamen Unterdrücker und den Sklavendienst Ägyptens für immer zu verlassen.“, sagt der Vater.

„Aber habt ihr denn vergessen, dass heute Nacht Gott umhergeht, um alle ältesten Kinder zu töten?“

Der Vater lächelt. „Gerade das wissen wir sehr gut. Aber unserm Sohn kann nichts passieren. Wir haben das Blut an die Tür gestrichen. Genau wie Gott es uns aufgetragen hat.“

„Euer Nachbarssohn ist sich da aber nicht so sicher, ob das funktioniert. Habt Ihr keine Angst?“

Da kommt der älteste Sohn nach vorn. Seine Augen strahlen als er uns anschaut und sagt: „Wir haben nicht nur das Blut an den Pfosten, sondern wir haben auch das Wort Gottes. Er hat uns zugesichert, dass alles in Ordnung ist, wenn er das Blut sieht. Wir glauben ihm. Gott wird das halten was er verspricht.“

Die Familie nickt. Und mitten in die friedvolle Stimmung stimmt die Mutter ein Lied an. Mit freudigen Gesichtern singt die Familie Gott ein Loblied.

 

Glaube und Gefühle

 

Was für zwei unterschiedliche Szenen. Aber das wichtigste daran: Welcher der beiden Söhne hat am nächsten Tag noch gelebt? Welcher der beiden Söhne war in der Nacht am sichersten?

Der im ersten Haus, in dem die Bewohner ängstlich waren, oder der in dem anderen, wo man keine Angst kannte?

Sie waren beide gleich sicher!

Ihre Sicherheit war nicht abhängig von ihrem Gefühl in ihnen selbst, sondern dem Blut, das draußen war und von der Garantie, die Gott durch seine Zusage gegeben hatte.

So ist es auch mit uns!

Das Blut des Lammes Gottes, das Blut von Jesu Christus, ist vergossen worden. Er hat am Kreuz sein Leben für Dich gegeben. Nichts könnte uns eine größere Sicherheit geben von dem Gericht verschont zu werden, als das Blut von Jesus Christus.

Und die Zusage, die Gott uns gibt, schenkt uns Sicherheit. Es kann nicht zuverlässigeres geben als das Wort, das Gott selbst gegeben hat.

Wenn Du sicher sein möchtest, dass Du in den Himmel kommen wirst, dann darfst Du Deinen häufig wechselnden Gefühlen keine Aufmerksamkeit schenken. Höre auf das unveränderliche Wort Gottes:

„… indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes…“  (Kolosser 1,20)

„…ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung.“  (Hebräer 9,22)

„…indem ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid…. Sondern mit dem kostbaren Blut Christi, als eines Lammes ohne Fehl und Flecken…“  (1. Petrus 1,18)

Und was ist mit den Bibelstellen, wo steht, dass ich doch noch wieder verloren gehen kann?

Eines musst Du fest glauben. Gott wiederspricht sich nicht! Niemals! Die Bibel irrt nicht. Dein Heil ist Dir sicher.

Vielleicht sieht das an der ein oder anderen Stelle so aus. In diesem Fall habe ich zwei Ratschläge für Dich.

  1. Lies den Bibelvers in seinem Zusammenhang. Sind damit wirklich gläubige Kinder Gottes gemeint oder nur bekennende Christen, die aber kein echtes Leben aus Gott haben und Ihre Sünden niemals bekannt haben? Oder beschreibt der Text an dieser Stelle zum Beispiel die Natur einer Sache und berücksichtigt die Praxis dabei gar nicht?
  2. Frag uns! kontakt@bibelstand.de
Zu guter Letzt noch ein guter Tipp bei Glaubens- Zweifeln

Suche Kontakt mit anderen Kindern Gottes. Tausch Dich mit ihnen aus. Motiviert und stärkt Euch gegenseitig im Glauben. Betet zusammen. Das hilft. Garantiert!

Gerne stehen wir dazu zur Verfügung. Schreib uns!

Es ist Gottes erklärter Wille, dass wir unseren Glauben nicht alleine ausleben sollen.

…strebe aber nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe, Frieden mit denen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen.“  (2. Timotheus 2,21)

Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten. Alle aber, die glaubten, waren beisammen.“  (Apostelgeschichte 2, 42)