Was ist die Bibel?


In unserer Rubrik „Wer wir sind“ haben wir uns vorgestellt als Menschen, die einzig und allein die Bibel als Maßstab zur Beurteilung für alle Dinge des Lebens heranziehen. Unser Glauben, und das was wir Dir weitersagen möchten, stützt sich ausschließlich auf die Bibel.

Daher die Frage: Was ist die Bibel?

Nur die Bibel

Gott zeigt sich auf viele Arten und Weisen (z.B. in seiner Schöpfung, oder dadurch wie er mit Menschen handelt). Doch die Bibel ist die einzige von Gott gegebene und autorisierte schriftliche Information über sich selbst.

Gott hat die menschlichen Verfasser der Bibelbücher aufgefordert seine Worte aufzuschreiben.

Im Alten Testament:

„So spricht der Herr, der Gott Israels: Schreibe dir alle Worte in ein Buch, die ich zu dir rede“  (Jeremia 30,2)

Im Neuen Testament:

„Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss.“  (Offenbarung 21,5)

Darüber hinaus warnt Gott den Menschen den Bibelbüchern etwas hinzuzufügen, noch etwas weg zu lassen (Offenbarung 22,18-19; Galater 1,8)

Und warum gilt nur allein die Bibel? Weil allein sein Wort Wahrheit ist. (Johannes 17,17; 4 Mose 23,19)

Nur ein Autor

Durch die Bibel redet Gott direkt zu den Menschen. Die Bibel ist Gottes Wort und daher absolut glaubwürdig und fehlerfrei (vielleicht nicht die einzelnen Übersetzungen, aber das Original schon).

Die insgesamt 66 Bücher, die die Bibel bilden, sind von ungefähr 40 Personen über einen Zeitraum von 1.600 Jahren entstanden. Es ist erstaunlich, dass trotz der unterschiedlichen Schreibertypen (einige Schreiber waren Könige, Hirten, Schriftgelehrte, einfache Fischer etc.) und der unterschiedlichen Zeiten die Bibel ein so harmonisches Ganzes bildet. Niemand widerspricht sich, alles passt perfekt zusammen.

Die Bibel enthält mehrere tausend Prophezeiungen (Vorraussagen). Viele davon wurden allein im Alten Testament dem jüdischen Volk verkündigt, die sich Hunderte von Jahren später in allen Details erfüllten. Dabei stechen vor allem die mehr als 300 Ankündigungen eines Messias heraus, die nicht nur detaillierte Beschreibungen seiner Person und seiner Handlungen enthalten, sondern zudem auch noch exakte Angaben zu dem Zeitpunkt seines Auftretens machen. Diese Prophezeiungen haben sich bis in die kleinsten Details in Jesus Christus zur Zeit des Neuen Testamentes erfüllt.

Die restlichen warten noch auf die Erfüllung. Kein einziges Mal hat sich die Bibel bisher geirrt. Ein Unikum in der Literaturgeschichte. Wie kann das sein?

Nun ganz einfach: Weil die 40 Schreiber nicht die wahren Autoren sind. Der Autor ist Gott. Die Bibel sagt:„…heilige Menschen Gottes redeten, getrieben vom Heiligen Geist.“  (2. Petrus 1,21)

Gott ist allmächtig, allwissend und allgegenwärtig. Zeit spielt für Ihn keine Rolle. Er weiß von Anfang das Ende. Daher kann Gott auch Vorhersagen machen, die eintreffen. Daher kann er die unterschiedlichsten Männer gebrauchen über Jahrtausende etwas aufzuschreiben, so dass es sich perfekt ergänzt.

Die Bibel sagt: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben.“  (2. Timotheus 3,16)

Man könnte auch statt „eingegeben“ übersetzen „Gottgehaucht“ oder „von Gottes Geist eingegeben“.

Der natürliche Mensch kann die Bibel nicht verstehen

Trotz aller Begabung und Fähigkeiten ist der natürliche Mensch nicht fähig die Bibel zu verstehen (Johannes 8,43).

„Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft“  (1.Korinther 1,18)

„Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird.“  (1.Korinther 2,14)

  1. Voraussetzung: Du musst glauben, dass es einen Gott gibt. Ansonsten lautet Gottes Urteil über Dich: „Der Tor spricht in seinem Herzen: Es ist kein Gott.“  (Psalm 14,1) Ein Tor ist ein Dummkopf. Und einen Dummkopf kennzeichnet, dass er offensichtliche Wahrheiten leugnet. Wer das tut, verbaut sich jede Möglichkeit die Wahrheit in Gottes Wort, der Bibel, zu erkennen.
  2. Denke nicht die Bibel beurteilen zu können. Der Mensch sieht sich immer als oberste Autorität, aber wenn wir es mit Gott zu tun haben ist es genau umgekehrt. Die Bibel beurteilt Dich!

„Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Beurteiler der Gedanken und Überlegungen des Herzens; und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles ist bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben“.  (Hebräer 4,12.13)

Wenn Du noch nicht an Jesus Christus glaubst, dann hat die Bibel nur eine Funktion für Dich: Sie wirkt wie ein Spiegel, der Dir Deinen sündigen und verlorenen Zustand deutlich machen will (Römer 3, 9). Das tut Gott aus Liebe zu den Menschen, denn ohne die wahrheitsgemäße Selbsterkenntnis ist die Erkenntnis Gottes unmöglich.

Glaubst du an Jesus Christus? Wenn nicht, lies bitte hier weiter.

Glaubst Du daran?

Wenn ja, was sind die Konsequenzen für Dich, wenn der allwissende, allmächtige Gott zu Dir spricht? Solltest Du dann nicht interessiert zuhören? Solltest Du  das Gehörte dann nicht glauben? Solltest Du die Ratschläge Gottes nicht annehmen?

Diese Fragen sind der Schlüssel zu unserer nächsten Frage.

Gibt es einen roten Faden oder ein Hauptthema in der Bibel?

Die Bibel kann vielfältig angewendet und verstanden werden.

Sie bietet Trost in schweren Zeiten, praktische Hinweise zu unserem Verhalten, sie ist Ratgeber für unser Leben, berichtet uns von historischen Tatsachen und gewährt uns einen Blick auf die Zukunft.

Doch das alles sind nur wunderbare „Nebeneffekte“. Denn es gibt ein zentrales Thema in der Bibel. Ein Thema, das sich auf jedem Blatt der Bibel finden lässt, manchmal sehr offensichtlich und manchmal nur versteckt angedeutet.

Dieses Thema ist eine Person: Der Herr Jesus Christus.

Gott selbst bestätigt uns, dass sein Sohn der Mittelpunkt seiner Gedanken auch in der Bibel ist (Johannes 5,39; Lukas 24,27; Johannes 20,31)

Selbst im Alten Testament, als es den Herrn Jesus als Mensch historisch noch nicht gab, erzählt alles von ihm.

So sind z.B. in den Geschichten der Könige von Israel immer wieder Hinweise auf die zukünftige Königsherrschaft des Herrn Jesus anzufinden, die er einmal hier auf der Erde antreten wird.

Die Opfer oder das Passahlamm sind ein Bild von seinem Tod am Kreuz. Abraham, der seinen Sohn Isaak opfern sollte, ist ein klares prophetisches Bild von Gott dem Vater, der seinen Sohn hingeben würde für uns Menschen.

Das sind Hinweise, die die Schreiber damals nicht verstanden, aber unbedingt erforschen wollten (1 Petrus 1,10).

Wie kann ich die Bibel richtig verstehen?

Du glaubst an Gott und hast das Erlösungswerk des Herrn Jesus Christus angenommen?

Dann hier noch ein paar hilfreiche Tipps für Dich, wie Du die Bibel richtig verstehen lernst.

 

  1. Nur mit Gebet

Lies die Bibel nur unter Gebet, d.h. dass Du vorher Gott den Vater oder den Herrn Jesus um das rechte Verstehen bittest, und dass er Dich vor eigenen und falschen Gedanken bewahrt. Wenn Du bei einer Stelle nicht weiterkommst, frag den Herrn ganz konkret, was die Stelle bedeutet.

Wenn Du etwas verstanden hast, danke Gott dafür und sag ihm was dich berührt, begeistert oder in deinem Gewissen getroffen hat.

 

  1. Nur mit Gehorsam  

Voraussetzung zum Verständnis ist Gehorsam (Johannes 8, 31). Wenn Du die Bibel liest um zu erfahren, was Gott von Dir wünscht und wie Du Dich verhalten sollst, dann musst Du auch bereit sein zu gehorchen, wenn er Dir die Antwort zeigt. Du musst bereit sein, sein Wort rückhaltlos umzusetzen, wenn er Dir etwas klarmachen soll. Beachte die moralische Reihenfolge in Johannes 17, 6. Erst haben die Jünger das Wort gehalten bevor Sie es erkannt haben.

 

  1. Jeden Tag

Lies Gottes Wort, die Bibel, täglich. Die Bibel vergleicht das Lesen mit Nahrungsaufnahme. Wir brauchen Gottes Wort täglich um geistlich zu wachsen (1 Petrus 2,2.3; Hebräer 5,12-14).

 

  1. Gemeinsam mit gläubigen Christen

Frag andere, bewährte gläubige Christen. Egal ob im persönlichen Gespräch oder beim Lesen von guten Bibelkommentare und Auslegungen. In unserer Linkliste haben wir eine Zusammenstellung von guten Onlineangeboten und Verlagen, mit wertvollen, biblisch fundierten Texten.

 

  1. Gib nicht auf

Wir erkennen stückweise. Niemand versteht immer gleich alles. Besonders nicht die Bibel. Gib nicht gleich auf, wenn Du etwas nicht verstehst. Die Erkenntnis kommt schrittweise (1.Korinther 13,12). Wenn Dir eine Frage unter den Nägeln brennt, kannst Du uns auch gerne direkt fragen: kontakt@bibelstand.de

Weitere Auslegungshilfen zur Bibel

Du kannst die Bibel nicht einfach interpretieren, wie Du willst. Die beste Auslegung zur Bibel ist die Bibel selbst. Anders ausgedrückt: Die Bibel legt sich selbst aus.

Der Herr Jesus handelte so (z.B. Matthäus 19,3-6).

Die Apostel handelten ebenso (z.B. Galater 3,16). Dieses Beispiel zeigt auch, dass es darauf ankommt, alle textlichen Feinheiten (grammatische und semantische Details) auszuschöpfen. In Galater 3,16 demonstriert Paulus anhand von 1. Mose 22,18 einen solch genauen Umgang mit der Schrift.

 

Eine Lehre sollte nicht aus nur einem einzelnen Satz oder Vers abgeleitet werden. Es ist immer der Textzusammenhang und darüber hinaus die Gesamtaussage der Bibel zu berücksichtigen.

Viele unbiblische Sonderlehren und verderblichen Sekten sind dadurch entstanden, dass biblische Worte aus dem Zusammenhang gerissen wurden.

Die Auslegungen dürfen nicht im Widerspruch zu anderen Textstellen stehen. Die Bibel widerspricht sich nicht.

Die ganze Bibel ist wichtig, nicht nur das was einem gefällt. Erst die Bibel in ihrer Gesamtheit und ihren Gesamtaussagen ist für uns hilfreich (Psalm 119,160).

Das Alte wie das Neue Testament sind gleichwertig Gottes Wort (2. Timotheus 3,16; Römer 15,4).

Der Herr Jesus ist der Schlüssel aller Auslegung. So bleibt insbesondere das Alte Testament ohne die Deutung auf Christus unverständlich.

Es soll nicht mehr ausgesagt werden als geschrieben steht (1.Korinther 4,6).

Die biblische Wahrheit hat immer Vorrang vor jeder anderen Erkenntnis (Wissenschaft, Archäologie etc.) sofern die Bibel zu der betreffenden Frage eine Aussage trifft (Kolosser 2,8).

Mache niemals deine Gefühle oder dein Werteverständnis zum Maßstab der Auslegung.

Es gibt genaue (z.B. Elberfelder) und weniger genaue Bibelübersetzungen (z.B. Gute Nachricht, Bruns, Volxbibel).

In Zweifelsfällen ist der Grundtext (Hebräisch für das AT und Griechisch für das NT) heranzuziehen.

Völlig abzulehnen sind solche „Bibeln“, die in bewusster Abweichung vom biblischen Grundtext auf die Lehre einer Sekte abgestimmt sind (z.B. Neue-Welt-Übersetzung der Zeugen Jehovas (Offenbarung 22,18.19))

Nutzen des Bibellesens/Wirkungen der Bibel

An dieser Stelle sei auf einen guten Kommentar von bibelpraxis.de zum Nutzen des Bibellesens hingewiesen: „Die tägliche Bibelandacht.“

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